
Organtransplantation spielt bereits seit vielen Jahren eine tragende Rolle am ELBLANDKLINIKUM Meißen. Professionelle Transplantationsbeauftragte von ärztlicher und von pflegerischer Seite sind vor Ort dafür verantwortlich, potentielle Organspender zuverlässig zu erkennen und verlässliche Rahmenbedingungen für den Ablauf einer Organspende zu gewährleisten. Unterstützung erhalten sie von ihren Kolleginnen und Kollegen auf den Intensivstationen sowie von Seiten der Krankenhausleitung. Denn Organspende ist nach wie vor von erheblicher Bedeutung. Dr. med. Holger Sebastian, Ärztlicher Direktor am ELBLANDKLINIKUM Meißen: „187 Organe von insgesamt 64 Personen in Sachsen wurden 2025 entnommen. Auf der anderen Seite standen zum Jahreswechsel noch knapp 400 Menschen im Freistaat auf der Warteliste für eine Transplantation. Ob eine Organspende gewünscht ist, sollte jeder Mensch selbstbestimmt entscheiden können. Wichtig ist daher, diese Entscheidung frühzeitig mit einem Organspendeausweis zu dokumentieren und seine Angehörige entsprechend zu informieren, um diese im Notfall zu entlasten.“
Aufgrund des kontinuierlichen, langjährigen Engagements erhält das ELBLANDKLINIKUM Meißen die Auszeichnung bereits zum zweiten Mal. 2019 wurde die Klinik erstmals für ihren Einsatz gewürdigt.
Marco Lange, Funktionsoberarzt und Transplantationsbeauftragter am ELBLANDKLINIKUM Meißen dazu: „Jede Organspende stellt eine individuelle und einzigartige Situation dar. Um den vielschichtigen Prozess von der Erkennung eines möglichen Spenders über die IHA-Diagnostik, Durchführung von Untersuchungen zur Spender-charakterisierung bis zur Organspende zu realisieren, haben wir als Klinikum in den letzten Jahren die Abläufe und Strukturen in unserer Klinik geordnet und vermitteln diese in regelmäßigen Fortbildungen.“
Die DSO ist die Koordinierungsstelle für postmortale Organspenden gemäß Transplantationsgesetz und unterstützt die mehr als 1.100 Entnahmekrankenhäusern in Deutschland mit umfassenden Angeboten bei den Abläufen der Organspende. In der DSO-Region Ost werden knapp 130 Kliniken entsprechend betreut.