Bei Refluxbeschwerden sollte zu Beginn immer eine konservative Therapie mit Ernährungsumstellung und medikamentöser Behandlung erfolgen. Wird damit eine Beschwerdefreiheit erreicht, muss keine operative Behandlung erfolgen.
Wenn im Verlauf der Erkrankung die Refluxsymptome zunehmen oder der Patient die medikamentöse Behandlung nicht verträgt, kann ein operativer Eingriff in Betracht gezogen werden. Dies gilt auch, wenn der Petient den Wunsch äußert, die medikamentösen Behandlung nicht lebenslang durchführen zu müssen.
Bei Patienten mit großen Zwerchfellhernien, paraösophagealen Hernien oder Thoraxmagen hingegen, wird die operative Behandlung wegen drohender Einklemmungen empfohlen.
Konservativ und medikamentös
Gleich zu Beginn sollte eine Umstellung der Ernährung erfolgen. Fettreiche, blähende, gebratene oder frittierte Speisen sollten vermieden werden. Auf kohlensäurehaltige Getränke sollte ebenfalls verzichtet werden. Die letzte Nahrungsaufnahme sollte mindestens 4 Stunden vor dem Zubettgehen erfolgen. Nikotin und Alkohol sollten gemieden werden. Zusammenfassend kann man sagen: Nicht zu fettig, nicht zu süß, nicht zu scharf, nicht zu viel, nicht zu spät. Schlafen sollte man mit erhöhtem Oberkörper. Medikamentös kann neben Medikamenten zur Reduktion der Magensäureproduktion (Protonenpumpenhemmer) auch eine lokale Behandlung mit Heilerde oder Magengelen erfolgen.
Bei Patienten mit einer großen Zwerchfellhernie oder einem teilweise oder komplett in den Brustkorb verlagerten Magen sollte primär operativ behandelt werden, hier ist eine konservative medikamentöse Behandlung nicht erfolgversprechend.
Grafik Thoraxmagen
(Thoraxmagen)