Für operative Eingriffe steht den Spezialisten vor Ort in Meißen höchstmoderne Technologie zur Verfügung: ein 800kg schweres, chirurgisches Bildgebungssystem – der O-Arm.
Dank des O-Arm kann sich der Operateur in jeder Phase des Eingriffs an der Wirbelsäule ein dreidimensionales Bild der operierten Körperpartie machen. Dies ermöglicht einen umfassenden Blick und eine Präzision, welche bisher so nicht möglich war, für optimale Ergebnisse aber oft nötig ist.
Anders als ein herkömmlicher Computertomograph kommt der O-Arm zum Patienten – nicht umgekehrt: Trotz seines Gewichts lässt sich der O-Arm mit Leichtigkeit an den OP-Tisch rollen und millimetergenau in jede gewünschte Position bringen. Ein Ring, in dem sich eine Röntgeneinheit für die intraoperative Bildgebung befindet, schließt sich um den Patienten auf dem OP-Tisch.
Nach der Aufnahme schwenkt das Gerät beiseite, um dem Operateur Platz zu machen. Die intraoperativ erstellten Bildaufnahmen werden automatisch auf das angeschlossene, computergestützte Navigationssystem übertragen. Der Operateur kann die Anatomie des Patienten und seine Instrumente nun nahezu in Echtzeit am Bildschirm sehen, sich orientieren und hochpräzise den nächsten Operationsschritt planen und durchführen.
Die nächste Ausbaustufe der Wirbelsäulennavigation ist bereits geplant. Ihre Bildschirmdarstellung wird dann um „augmented Reality“ erweitert. Dabei bekommen die Operateure u.a. die aktuellen 3D-Röntgenbilder in ihre Spezialbrillen eingespielt. Ohne den Blick aus der „realen Welt“ des vor ihnen liegenden OP-Situs auf den Bildschirm abwenden zu müssen, können sie so auch gleichzeitig die berechneten Planungsbilder und Tomographierekonstruktionen sehen.
Die tatsächlich sichtbare Anatomie an der Oberfläche, und die virtuellen Strukturen darunter, verschmelzen für den Operateur zu einem halbrealen, halbvirtuellen Mischbild.
Die Spezialbrillen sind bereits vor Ort.