Neues Angebot für Krebspatienten
Riesa. Am 10. Januar 2009 öffnet das Medizinische Versorgungszentrum Onkologie (MVZ Onkologie) der ELBLANDKLINIKEN Riesa-Großenhain gGmbH. Das Modell einer gemeinsamen ambulanten und stationären Versorgung von Tumorpatienten ist in der Region beispielhaft und sonst nur im universitären Versorgungsbereich anzutreffen. Daraus ergibt sich eine überregionale Bedeutung dieses Riesaer Versorgungsmodells.Am ELBLANDKLINIKUM Riesa sind traditionell die Hämatologie sowie die internistische Onkologie (Diagnostik und Therapie von gutartigen und bösartigen Bluterkrankungen und bösartigen Tumorerkrankungen) Behandlungsschwerpunkte. Besonders Dr. med. Michael Assmann, seit 1983 am Klinikum tätig und seit dem Jahr 2000 bestätigter Spezialist dieses Teilgebietes der Inneren Medizin, hat sich um deren Einführung und Weiterentwicklung verdient gemacht.
Schon seit 1988 wird eine dem Behandlungsschwerpunkt angegliederte Ambulanz betrieben. Seitdem ist die Anzahl ambulanter Diagnostik und Therapien ständig gewachsen, so dass im vierten Quartal 2008 mittlerweile fast 600 Patienten in der Schwerpunktambulanz vorstellig wurden.
Auf Grund der hohen Akzeptanz der ambulanten Diagnostik und Therapie und der ständig steigenden Patientenzahl wurde am ELBLANDKLINIKUM Riesa die Entscheidung getroffen, eine ambulante Schwerpunktpraxis eigenständig zu betreiben. Diese Entscheidung wurde in das Gesamtkonzept der Neustrukturierung der Versorgung internistischer Patienten am ELBLANDKLINIKUM Riesa eingebunden.
Nach umfangreichen Investitionen und Baumaßnahmen steht den Patienten ab 10. Januar 2009 nunmehr im Haus Sechs des ELBLANDKLINIKUMS Riesa ein modernes ambulantes MVZ Onkologie unter der Leitung von Herrn Dr. med. Michael Assmann zur Verfügung.
Durch die Einbeziehung weiterer Partner (Pflegedienste, Fürsorgerin, ambulanter Hospiz-dienst) entsteht ein zentraler ambulanter Anlaufpunkt für alle Tumorpatienten der Region. Dadurch verbessert sich die Versorgungsqualität der Krebspatienten weiter. Alle Synergie-effekte einer engen ambulanten/stationären Verzahnung können für den Patienten genutzt werden, Wartezeiten werden verkürzt, Informationsverluste minimiert, Ressourcen besser genutzt, finanzielle Mittel der Krankenkessen effektiver eingesetzt.
Das MVZ Onkologie hat folgende Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 08:00-12:00 Uhr sowie Montag bis Mittwoch 13:00-16:00 Uhr und Donnerstag 13:00-19:00 Uhr.
Telefon: 03525 75-3585
Telefax: 03525 75-3595
Ansprechpartner
Zur Information:
Die Diagnose einer bösartigen Tumorerkrankung trifft den Patienten meist hart und unerwartet. Umso größer ist die Angst über die Konsequenzen für die zukünftige Lebensplanung. Ist damit z. B. ein längerer Krankenhausaufenthalt verbunden oder ist auch eine gleichwertige ambulante Behandlung möglich, die den Verbleib in der gewohnten häuslichen Umgebung gestattet? Viele der heute bekannten Krebserkrankungen sind heute heilbar bzw. lässt sich zumindest eine Verbesserung der Lebensqualität mit einer Lebensverlängerung erzielen. Trotzdem ist Angst vor der Diagnose und evtl. Nebenwirkungen einer notwendigen Therapie geblieben. Doch gerade in der Verträglichkeit einer konservativen internistischen Tumortherapie (Chemotherapie) hat sich durch den Einsatz supportiver (ergänzender, die Nebenwirkungen abfedernder) Maßnahmen in den letzten Jahren viel getan, so dass heute die meisten dieser Therapien ohne Einschränkungen der Wirksamkeit ambulant durchgeführt werden können.

