ELBLANDKLINIKEN - Strukturkonzept 2014
Meißen. Bereits heute profitieren mehr als 160.000 Menschen jährlich von der ausgezeichneten medizinischen und pflegerischen Qualität der ELBLANDKLINIKEN als größte und medizinisch führende kommunale Klinikengruppe in Sachsen. Davon ausgehend haben die ELBLANDKLINIKEN den Anspruch, die medizinische Versorgung der Bevölkerung des Kreises Meißen und darüber hinaus auf einem qualitativ hohen Niveau zu sichern und beständig weiter zu entwickeln. Dabei orientieren Sie sich stets am neuesten Stand der Medizin. Das Beste anzustreben gilt für alle Unternehmensbereiche wie die Präventions- und Rehabilitationsklinik, die Medizinischen Versorgungszentren, die beiden Wirtschaftsgesellschaften, das Ausbildungszentrum und die Verwaltung.Es ist erklärtes Ziel der Unternehmensleitung, die ELBLANDKLINIKEN zu einem modernen, flexiblen und wirtschaftlich effizienten Klinikunternehmen zu entwickeln, das sich am Markt behauptet und selber Maßstäbe bei der medizinischen Versorgung in Sachsen setzt. Die ELBLANDKLINIKEN wollen Benchmark für andere Krankenhäuser in Sachsen sein.
„Mit dem Strukturkonzept 2014 wurde in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und seinem Vorsitzenden, Landrat Arndt Steinbach, die Grundlage geschaffen, die erfolgreiche Entwicklung der ELBLANDKLINIKEN mittel- und langfristig voranzutreiben. Ziehen alle an einem Strang, werden wir Erfolg haben.", sagte Geschäftsführer Markus H. Funk anlässlich der heutigen Präsentation des Strukturkonzepts 2014 im Meißen.
Das Strukturkonzept 2014 umfasst neben einer medizinischen Zielplanung die vollständige Reorganisation der so genannten Sekundärbereiche der ELBLANDKLINIKEN-Gruppe.
• Beschaffungswesen und Einkauf
• Apothekenversorgung
• Logistik
• Labordiagnostik
• Betriebstechnik, Medizintechnik und Bau-Projektsteuerung
• Sterilgutaufbereitung und -versorgung
• Speisenversorgung
• Reinigung und Krankenhaushygiene
• Informationstechnologie
• Verwaltungsleistungen
Als leistungsergänzende Projekte der ELBLANDKLINIKEN-Gruppe sind folgende Themen geplant:
• Wahlleistungsstation(en) mit Entwicklungpotenzial zur „Privatklinik"
• ELBLANDKLINIKEN-AKADEMIE zur Aus-, Fort- und Weiterbildung
• Betriebs-Kindertagesstätten
Maßstab sämtlicher Projekte ist die Qualität in der medizinischen und pflegerischen Leistungserbringung unter dem Aspekt des „Nutzen für den Patienten" verbunden mit der erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung unserer Unternehmensgruppe. Die Vorgehensweise und Zielsetzung bei der Analyse der aktuellen Situation in den genannten Bereichen der ELBLANDKLINIKEN war stets gleich. Zuerst wurde geprüft, wie die Ausgangslage in den einzelnen Häusern ist. Anschließend wurde analysiert, wo und wie Einsparpotentiale und Synergieeffekte gehoben werden können. Alle Planungen standen und stehen dabei stets vor der Herausforderung, die Umstrukturierungen ohne betriebsbedingte Kündigungen vorzunehmen.
Beschaffungswesen und Einkauf
Ziel ist die Zusammenfassung der Einkaufsabteilungen zu einem gemeinsamen Zentraleinkauf und unter einheitlicher Leitung. Die Neuorganisation erfolgt dann nicht mehr wie bisher nach Standorten sondern nach Artikelgruppen. Die vier derzeitigen Läger werden zu einem Zentrallager am Standort Meißen zusammengefasst. Die Standortauswahl erfolgte hierzu nach logistischen und raumtechnischen Gegebenheiten.
Apothekenversorgung
Durch die Lagerhaltung an drei Standorten ist die Kapitalbindung entsprechend hoch, ebenso die Verfallsraten selten benötigter Präparate. Deshalb werden die drei Einzelapotheken zu einer gemeinsamen Zentralapotheke am Standort Riesa unter einheitlicher Leitung zusammengeführt. Die Standortauswahl ergibt sich einerseits aus den optimalen und gesetzeskonformen Bedingungen zur Herstellung von Zytostatika und andererseits aus den gegebenen räumlichen Verhältnissen.
Logistik
Der Bereich Logistik umfasst künftig die hausinternen Transporte von Patienten und Gütern, die innerbetrieblichen Transporte (zwischen den einzelnen Standorten der ELBLANDKLINIKEN) sowie die externen Transporte (von oder zu fremden Dritten). Diese werden durch ein einheitliches IT-basiertes Transportleitsystem über eine zentrale Leitstelle am Standort Meißen koordiniert werden. Sämtliche Transportdienste werden grundsätzlich standortunabhängig eingesetzt. Die Notfall- und Sonderbedarfsabsicherung erfolgt durch Springerdienste, die im Bedarfsfall eilige Transporte von Arzneimitteln, Blutprodukten oder Laborproben übernehmen.
Labordiagnostik - ELBLAB
Komplizierter stellt sich die Situation im Bereich der Labordiagnostik dar. Derzeit verfügen die ELBLANDKLINIKEN über vier vollständig eingerichtete und betriebene Laboratorien. Die Analyse der derzeitigen Laborstrukturen und des diagnostischen Spektrums wurde gemeinsam mit den Ärzten und Spezialisten des Instituts für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik des Universitätsklinikums Leipzig AöR unter Leitung von Herrn Prof. Dr. med. Joachim Thiery durchgeführt. Geplant ist eine generelle Neustrukturierung der Labordiagnostik nach folgenden Kriterien: Zeitnahe Basisdiagnostik unter zwei Stunden verbleibt in den Laboren der einzelnen Häuser. Spezialdiagnostik über zwei Stunden wird künftig an einem Standort gebündelt. In besonderen Fällen werden strategische Partnerschaften mit den Laboren der Universitätskliniken angestrebt. Auf Grund des derzeitigen und künftig geplanten Leistungsspektrums soll die Einrichtung eines Zentrallabors am Standort des Schwerpunktversorgers in Riesa erfolgen.
Betriebstechnik, Medizintechnik und Bau-Projektsteuerung
Durch das Projekt werden die gesamten Technischen Abteilungen unter einheitlicher Leitung der Bereiche Betriebstechnik und Bau-Projektsteuerung zusammengeführt. Die Medizintechnik wird dem Fachbereich Strategische IT unterstellt. Die Leitung des Bereiches Betriebstechnik und Bau-Projektsteuerung wird ebenfalls am Standort Riesa konzentriert.
Sterilgutaufbereitung und -versorgung (ZSVA)
Ziel ist es auch hier, die ZSVA an einem Standort zu konzentrieren. Hierfür bietet sich derzeit aus räumlichen und strukturellen Überlegungen lediglich der Bereich der ZSVA am Standort Meißen an.
Speisenversorgung
Die Speisenproduktion wird auf die Produktionsküchen der Standorte Meißen und Riesa konzentriert und die gesamte Speisenproduktion in einer der beiden Tochtergesellschaften zusammengeführt.
Reinigung und Krankenhaushygiene
Mittelfristig werden die Bereiche Reinigung und Hygiene im Wege der Kompetenzbündelung in einer der beiden Tochtergesellschaften zusammengeführt. Hierdurch lassen sich einheitliche Standards in Reinigung, Hygiene und Desinfektion erreichen.
Informationstechnologie
Die beiden IT-Abteilungen in Meißen und Riesa werden zu einer gemeinsamen Abteilung mit Hauptsitz am Standort Radebeul zusammengefasst.
Verwaltungsleistungen
Im Rahmen des Strukturkonzeptes 2014 werden die Verwaltungsabteilungen organisatorisch zusammengeführt. Lediglich die Leistungserfassung und -abrechnung bleibt weiterhin an allen vier Standorten bestehen. Eine organisatorische Zusammenführung der Verwaltungsabteilungen geht mit einer räumlichen Konsolidierung der Bereiche am Standort Meißen einher.
neue Geschäftsfelder
Seitens der Unternehmensleitung werden auch Überlegungen vorangetrieben, welche neuen Geschäftsfelder die ELBLANDKLINIKEN für sich erschließen können. Im Zentrum der Anstrengungen stehen drei konkrete Projekte: Die ELBLANDKLINIKEN-Akademie, betriebseigene Kindertagesstätten sowie eine Klinik für Privatpatienten in Radebeul.

