Auf dem Weg: „Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?"
Bereits heute profitieren mehr als 160.000 Menschen jährlich von der ausgezeichneten medizinischen und pflegerischen Qualität der ELBLANDKLINIKEN als größte und medizinisch führende kommunale Klinikengruppe in Sachsen. Mit den rund 2100 Mitarbeitern und 125 Auszubildenden ist die Klinikengruppe gleichzeitig einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe im Kreis Meißen. Die Teilnehmer erwartete ein interessantes Ganztagsprogramm.
Im Mittelpunkt des ersten Teils der Jahrestagung standen Informationen über die aktuellen Entwicklungen der ELBLANDKLINIKEN-Gruppe sowie der einzelnen Krankenhäuser. Der Geschäftsführer Markus H. Funk konnte in seinem Vortrag erste Erfolge beim Zusammen-wachsen vermelden, sparte allerdings auch die aktuellen Schwachstellen nicht aus. „Wir müssen in Zukunft in unserer Gruppe noch stärker als bisher Synergien zwischen den einzelnen Häusern und den Tochtergesellschaften nutzen, um im immer härter werdenden Wettbewerb um die Patienten bestehen zu können. Das ist umso wichtiger, da die gesetzlichen Rahmenbedingungen uns enge Grenzen setzen.", so Funk während seiner Ausführungen. „Es ist erklärtes Ziel der Unternehmensleitung, die ELBLANDKLINIKEN zu einem modernen, flexiblen und wirtschaftlich effizienten Klinikunternehmen zu entwickeln, das sich am Markt behauptet und Maßstäbe bei der medizinischen Versorgung in Sachsen setzt.", sagte Funk weiter.
Priv.-Doz. Dr. med. Benter, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II am ELBLANDKLINIKUM Riesa, unterstrich in seinem Beitrag, dass sich in den ELBLANDKLINIKEN zur Sicherung der medizinischen Qualität mittlerweile feste Strukturen etabliert haben. Sie stellen eine Verbin-dung zwischen jeder Klinikabteilung bis hin zur Geschäftsführung her und garantieren eine enge Abstimmung zwischen medizinischem Führungspersonal und Administration auf allen Ebenen. Wesentliche Strukturelemente sind dabei das „Medical Board" der ärztlichen Direktoren und die medizinischen Fachgremien unter Leitung renommierter Chefärzte. „Diese Einbindung ärztlichen Sachverstands stellt sicher, dass medizinische Kompetenz in alle Entscheidungsprozesse des strategischen Managements einfließt.", so PD Dr. med. Benter zum Abschluss seiner Rede.
Frau Dr. med. Angela Möllemann, stellvertretende Chefärztin der Klinik für Anästhe-sie/Intensivtherapie im ELBLANKLINIKUM Radebeul und gleichzeitig Moderatorin der Veranstaltung, stellte in ihrem Vortrag Arbeitsinstrumente des Qualitätsmanagements vor. Weshalb ist das so bedeutsam? In der heutigen Zeit wird das Bestehen eines Krankenhauses nicht mehr ausschließlich davon abhängen, ob der Arzt hinreichend kompetent ist oder die Krankenschwester beim Verabreichen der Medikamente noch ein freundliches Wort findet. Auch die „Qualität" dessen wird mehr und mehr zum allgemeinen Standard und von den Patienten auch eingefordert.
Am Nachmittag beschäftigten sich die Referenten mit einem Ausblick auf die Entwicklung des Gesundheitsmarktes, den Chancen und Risiken kommunaler Krankenhäuser in diesem Prozess und der Notwendigkeit, für die Häuser und die eigenen Leistungen stärker als bis-lang zu werben.
Corinna Langwieser, Trendcoach beim Trendbüro Beratungsunternehmen für den gesellschaftlichen Wandel GmbH, wagte gemeinsam mit den Teilnehmern einen Blick in die Zukunft. Sie zeigte, wie Trends im Gesundheitswesen entstehen und zum Allgemeingut wer-den. Die Wellness-Welle ist dafür ein beredtes Zeugnis. Getreu dem Motto: „Tue Gutes und rede darüber!" zeigte Prof. Dr. Michael Bernecker, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Marketing GmbH, wie wichtig in der aktuellen Phase der ELBLANDKLINIKEN die Schaffung einer eigenen Unternehmensidentität ist und welche Rolle Werbung und Marketing bei der Markenbildung spielen.
Am 01.01.2009 startet bekanntermaßen der umstrittene Gesundheitsfonds als neues zentra-les Steuerungsinstrument der Gesetzlichen Krankenversicherung. Der stellvertretende Vor-standsvorsitzende der AOK PLUS, Frank Storsberg, klärte in seinem Vortrag über Irrungen und Wirrungen rund um den Gesundheitsfonds auf. Im Anschluss daran hielt Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Oberender von der Forschungsstelle für Sozialrecht und Ge-sundheitsökonomie an der Universität in Bayreuth, ein flammendes Plädoyer für den Wettbewerb im Gesundheitswesen. Er machte dabei deutlich, dass kommunale Krankenhäuser bzw. Klinikengruppen im Wettbewerb mit privaten oder freigemeinnützigen Häusern durchaus bestehen können. Voraussetzung ist jedoch auch hier ein hohes medizinisches Niveau und wirtschaftlich effiziente Klinikstrukturen. Dem konnte der Stellvertretende Ärztliche Direktor der Charité in Berlin, Priv.-Doz. Dr. med. Lutz Fritsche nur zustimmen. Er machte deutlich, mit welchen Problemen selbst ein so rennomiertes Haus wie die Berliner Charité zu kämpfen hat und welche Lösungsansätze die Unternehmensleitung dem entgegensetzt.
Alles in allem waren die Vorträge sehr interessant. Jeder Teilnehmer konnte seine eigenen Schlüsse und Erkenntnisse daraus ziehen. Im Anschluss an die Tagung klang der Tag mit Musik und Essen aus.
Die 1. Jahrestagung der ELBLANDKLINIKEN zeigte, dass man es in der Klinikgruppe mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Qualität ernst meint. Das beginnt mit dem Konzept einer gezielten Medizin-, Personal- und Bauplanung und mündet in die Auswertung einer Pa-tientenbefragung in allen vier Krankenhäusern der ELBLANDKLINIKEN vom Sommer dieses Jahres, deren Ergebnisse in Kürze vorliegen werden.

