Ver.di fährt das nächste Störmanöver

Warnstreik und Demonstration belasten Tarifverhandlungen für den Nichtärztlichen Dienst
23.01.2012 Meißen. Bereits gestern Abend war seitens der Gewerkschaftsvertreter durchgesickert, dass ver.di die lange geplante 3-tägige Klausurtagung zur Verhandlung eines Tarifvertrages für den Nichtärztlichen Dienst mit den ELBLANDKLINIKEN torpedieren wolle. Die Gewerkschaft hatte die absurde Forderung nach einer bis zu 50% igen Tarifsteigerung aufgemacht. Einer der bislang maßgeblichen Verhandlungsführer hatte seine Teilnahme an den Verhandlungen bereits im Vorfeld abgesagt.

 

Am Nachmittag nun kündigte ver.di heute Warnstreiks und eine Demonstration der Mitarbeiter der Tochtergesellschaft WGE für morgen an. Erneut sehr enttäuscht und empört äußerte sich der medizinische Geschäftsführer der ELBLANDKLINIKEN Dr. Stefan Geiger: "Es ist absolut nicht in Ordnung, die Tarifverhandlungen mit einem Warnstreik und einer Demonstration der Tochtergesellschaft derart zu belasten und damit unterwandern zu wollen. Die Mitarbeiter im Nichtärztlichen Dienst müssen bereits seit 3 Jahren auf eine Tarifanpassung warten. Ver.di hingegen scheint keinerlei Interesse ein einer Einigung zu haben und stört diese intensiv. Verdi fällt damit dem eigenen Verhandlungsteam in den Rücken."

„Den morgigen Streik hat die Gewerkschaft zwar sehr kurzfristig angekündigt, die ELBLANDKLINIKEN werden die Speisenversorgung jedoch auch dieses mal sicher stellen", so Geschäftsführer Dr. Geiger. „Wir haben im Sinne der Mitarbeiter ein sehr hohes Interesse daran, einen vernünftigen, für die Kliniken tragfähigen Tarifabschluss zu vereinbaren", erklärte Dr. Geiger weiter.

 

Daniela Bollmann

Bereichsleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing
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