Erfolgreiche Bilanz der ELBLANDKLINIKEN, Innovationspreis geht nach Radebeul
Meißen. Rund 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ELBLANDKLINIKEN trafen sich am letzten Freitag in der Börse in Coswig zur 2. Jahrestagung. Den Auftakt bildeten Informatio-nen aus den Häusern und Gesellschaften der ELBLANDKLINIKEN-Gruppe zur medizinischen, personellen und wirtschaftlichen Entwicklung im zurück liegenden Jahr. Geschäftsführung und Krankenhausleitungen konnten eine positive Bilanz ziehen. Der Geschäftsführer der ELBLANDKLINIKEN-Gruppe, Markus H. Funk, sagte in seiner Rede: „Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gruppe ist sehr erfreulich. Wir werden in diesem Jahr voraussichtlich ein Konzernergebnis von ca. 2,3 Mio. Euro erzielen, rd. 50% über Plan. Daran hat jedes Haus, jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter aktiv mitgewirkt und zum Erfolg beigetragen. Wichtige Projekte unseres
Strukturkonzepts 2014 wurden begonnen und zum Teil bereits umgesetzt. Dafür meinen herzlichen Dank." Funk weiter: „Auch im kommenden Jahr wollen wir uns weiterentwickeln und als Gruppe vorankommen. Mit rund acht Millionen Euro werden wir doppelt so viel wie bisher in Medizintechnik und bauliche Infrastruktur investieren. Wir beginnen mit dem Bau unserer Rehaklinik in Großenhain gemeinsam mit der Recura Klini-ken GmbH und hoffen auf ein positives Votum des Krankenhausplanungsausschusses zu unseren Neubauplänen in Riesa."
Höhepunkt der ersten Veranstaltungshälfte war die Verleihung des „Innovationspreises der ELBLANDKLINIKEN" an die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des ELBLANDKLI-NIKUMS Radebeul. Der Innovationspreis soll alljährlich an Kliniken, Abteilungen oder Toch-terunternehmen vergeben werden, die sich in besonderem Maße eigenverantwortlich mit der Weiterentwicklung oder der Verbesserung von Qualitätsstandards oder Arbeitsabläufen aus-einandergesetzt haben. Mit der Verleihung des Titels „Babyfreundliches Krankenhaus" wurde das im ELBLANDKLINIKUM Radebeul in hervorragender Art und Weise umgesetzt. Der ent-scheidende Impuls kam von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klinik selbst. Der In-novationspreis ist mit 10.000,00 Euro dotiert. Das Geld kann im Interesse der Preisträger nach eigenen Plänen und Vorstellungen, beispielsweise für medizinische Einrichtungen, Fortbildungen etc. eingesetzt werden.
Der Nachmittag war externen Referenten vorbehalten. Es gab u. a. interessante Vorträge zu folgenden Themen:
„Wer kann was? Neuausrichtung der Tätigkeitsfelder im Gesundheitswesen." von Frau Prof. Christel Bienstein vom Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke. Frau Prof. Bienstein beschäftigt sich mit dem Wandel des Pflegeberufs.
„5-Sterne Medizin. Transparenz durch Ranking - notwendiges Übel oder nachhaltiges Er-folgsrezept" von Frau Dr. med. Daisy Hünefeld von der Medizinischen Hochschule Hanno-ver. Sie setzt sich mit der Problematik der Transparenz und der Vergleichbarkeit von Leis-tungsdaten von Krankenhäusern auseinander.
In seinem Vortrag „Chance oder Gefahr? Vertragswettbewerb und selektives Kontrahieren nach der Einführung des Gesundheitsfonds." machte Prof. Dr. Jürgen Wasem, Inhaber des Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftungslehrstuhls für Medizinmanagement der Uni-versität Duisburg-Essen, deutlich, dass Selektivverträge ein Instrument sind, den Wettbe-werb in die Versorgung zu tragen - auf absehbarer Zeit in Parallelität mit Kollektivverträgen bei Ärzten und Krankenhäusern.
Der Tag klang mit einem geselligen Beisammensein am Abend aus.
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