Einheitliches Tarifrecht für Ärztinnen und Ärzte an den ELBLANDKLINIKEN
Meißen. Das ärztliche Personal an den ELBLANDKLINIKEN kann sich freuen. Die Verhandlungen der größten kommunalen Klinikgruppe im Freistaat Sachsen mit dem Marburger Bund zu einem arztspezifischen Tarifvertrag haben nach intensiven Verhandlungen einen erfolgreichen Abschluss gefunden.Die Vergütung der Ärztinnen und Ärzte an den ELBLANDKLINIKEN werden rückwirkend vom 01.01.2009 bis zum 30.06.2009 auf 98% des aktuellen Tarifniveaus (VKA) angehoben. Ab 01.07.2009 bis 30.06.2010 erhöhen sich die Vergütungen in einem zweiten Schritt auf 100%. In einer dritten Stufe steigen die Vergütungen der Ärztinnen und Ärzte dann vom 01.07.2010 bis zum 31.12.2010 auf 102% der seit 2009 im TV-Ärzte/VKA geltenden Vergütung.
Das gemeinsam mit dem Marburger Bund geschnürte Paket enthält noch eine Reihe weiterer interessanter Vereinbarungen. So wird es für die Ärztinnen und Ärzte in Zukunft möglich sein, ein so genanntes Arbeitszeitkonto zu führen und für nächtliche Bereitschaftsdienste Zusatzurlaub zu erhalten. Auch für den medizinischen Nachwuchs wurden Regelungen getroffen. Medizinstudenten erhalten in ihrem Praktischen Jahr an den ELBLANDKLINIKEN eine Ausbildungspauschale von 400,00 Euro pro Monat. Das ist ein deutliches Signal, dass die ELBLANDKLINIKEN ihren Bildungsauftrag ernst nehmen und der Gewinnung von ärztlichem Nachwuchs große Aufmerksamkeit schenken.
Für den Geschäftsführer der ELBLANDKLINIKEN, Markus H. Funk, ist der erfolgreiche Abschluss der Tarifverhandlungen ein deutliches Signal an die Ärztinnen und Ärzte. „Wir sind froh, nach intensiven und fairen Verhandlungen mit dem Marburger Bund eine Vereinbarung gefunden zu haben, die beiden Seiten gerecht wird. Für die Ärztinnen und Ärzte in unseren Häusern in Meißen, Radebeul, Riesa und Großenhain ist das ein deutliches Zeichen unserer Wertschätzung ihrer Arbeit gegenüber. Zugleich erreichen wir erstmals für den ärztlichen Dienst im Sommer dieses Jahres das dynamische Tarifniveau.", so Funk. „Der Tarifabschluss ist ein Signal, dass die ELBLANDKLINIKEN ein attraktiver und verlässlicher Arbeitgeber sind, der seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern interessante Konditionen anbietet. Ein Oberarzt wir zukünftig auch wie ein Oberarzt bezahlt - ohne Wenn und Aber! Wir hoffen, dass wir mit dem beschlossenen Paket auch bei der Akquise nach Fachärztinnen und Fachärzten erfolgreich sein werden.", sagte Funk abschließend.
Der Geschäftsführer des Marburger Bundes Sachsen, Steffen Forner, unterstrich den kontroversen aber stets konstruktiven Verlauf der seit mehreren Monaten geführten Tarifverhandlungen. „Mit dem neuen Tarifvertrag werden die Arbeits- und Vergütungsbedingungen für die in den ELBLANDKLINIKEN angestellten Mitglieder des Marburger Bundes an das bundesweit geltende Tarifniveau des Marburger Bundes für kommunale Krankenhäuser angeglichen." Besonders erfreulich sei die Tatsache, dass es gelungen ist, mit den ELBLANDKLINIKEN darüber hinaus eine Aufwertung (Zusatzurlaub und Vergütung) der Bereitschaftsdienste zu vereinbaren. „Der gute Tarifabschluss ist auch Ausdruck der engagierten Arbeit der Tarifkommission des Marburger Bundes, in der Ärztinnen und Ärzte aus allen vier Häusern ihre Interessen mit einer Stimme vertreten haben.", erklärte Forner.
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