Verstärkung für das Ärzteteam am ELBLANDKLINIKUM Riesa

Dr. Diederich ist neuer Chefarzt Kardiologie
Riesa. Das Chefarztkollegium der ELBLANDKLINIKEN Riesa-Großenhain erhält kompetente Verstärkung. Ab 1. August 2009 übernimmt Dr. med. Klaus Werner Diederich die vakante Chefarztposition der Klinik für Innere Medizin I, Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin am ELBLANDKLINIKUM Riesa.

Dr. Diederich ist gebürtiger Westfale. Sein Medizinstudium absolvierte er an Universität Münster in Westfalen. In seinem Praktischen Jahr an der Universität Heidelberg entdeckte er seine Leidenschaft für die Kardiologie und schrieb hier seine Dissertation. Er war Mitglied in der Arbeitsgruppe, die den ersten so genannten Troponin-Test entwickelt hat, der Schäden des Herzmuskelgewebes anzeigt. Dieser Test ist mittlerweile Standard in der Differentialdiagnose des akuten Koronarsyndroms.

Seine Facharztausbildung absolvierte Dr. Diederich in der Kardiologie der Universität Heidelberg sowie später am städtischen Klinikum Karlsruhe. Dort erwarb er zunächst den Facharzt für Innere Medizin und 1995 die Spezialisierung Kardiologie. Nach einem Jahr als Funktionsoberarzt an der Klinik für Herzchirurgie Karlsruhe kam er 1996 als kardiologischer Oberarzt an das Herzzentrum Leipzig.


Gemeinsam mit Prof. Schuler führte er in Leipzig die ersten Arteria-Carotis-Interventionen (Beseitigung von Engstellen der Halsschlagadern) zur Prävention des Schlaganfalls durch. Diese Interventionen wurden auch weltweit auf vielen wissenschaftlichen Symposien per Live-Übertragung vorgeführt. Zuletzt war Dr. Diederich Chefarztvertreter der Kardiologie und Leiter des Herzkatheterlabors in Köthen.

Während seiner Vorstellung als neuer Chefarzt Kardiologie und Leiter des Herzkatheterlabors am ELBLANDKLINIKUM Riesa sagte Dr. Diederich: „Im April bekam ich bereits die Gelegenheit, die Kardiologie in Riesa kennenzulernen. Mich haben die hochwertige Ausstattung, das engagierte Personal und die kooperativen Kolleginnen und Kollegen für die Idee begeistert, die Kardiologie in Riesa aufzubauen." Diederich weiter: „Umso mehr freut es mich jetzt, diese interessante und vielseitige Herausforderung in Angriff nehmen zu können."

Die Verwaltungsdirektorin Ute Salmen sagte zur Personalie: „Wir freuen uns sehr, dass wir in Dr. Diederich einen hochqualifizierten Facharzt und anerkannten Kardiologen an das ELBLANDKLINIKUM holen konnten. Mit ihm schließen wir die Lücke zwischen den beiden Herzzentren in Dresden und Leipzig. Wir sehen unsere Hauptaufgabe in der Versorgung der Bevölkerung auf dem Lande und können unser Leistungsangebot als Schwerpunktversorger in der Region weiter ausbauen."

Der amtierende Ärztliche Direktor der ELBLANDKLINIKEN Riesa-Großenhain, Dr. Reichel, ist ebenfalls über den Zugang erfreut. „Dr. Diederich ist ein ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet der Kardiologie. Unserem Haus tut es gut, einen weiteren Kollegen hier zu haben, der mit seinen Kenntnissen und Fertigkeiten den guten medizinischen Ruf des ELBLANDKLINIKUMS weiter stärken und festigen wird." Reichel abschließend: „Für uns Mediziner steht die bestmögliche medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten im Vordergrund. Mit unserem Herzkatheterlabor haben wir in Riesa exzellente Voraussetzungen, um eine kardiologische Versorgung auf höchstem Niveau anzubieten. Dr. Diederich wird diese Bedingungen zu nutzen wissen."

 

Kurzvita Dr. med. Klaus-Werner Diederich

  • geb. 1955 in Witten, aufgewachsen in Köln
  • Abitur an einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasium
  • Zivildienst in der Klinik für Innere Medizin der Universität Köln
  • Medizinstudium an den Universitäten Münster in Westfalen und Heidelberg
  • Dissertation: „Sensitive immunologische Methoden zum Nachweis serologischer Markerproteine beim Myokardinfarkt"
  • Arbeitsgruppe „Troponin-Test", heute allgemeiner medizinischer Standard
  • Approbation, wiss. Angestellter der Kardiologie an der Universitätsklinik Heidelberg
  • Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft am „Max-Planck-Institut für medizinische Forschung" in Heidelberg
  • Ausbildung zum Facharzt für Kardiologie an der Universitätsklinik Heidelberg sowie am Städtischen Klinikum Karlsruhe
  • Funktionsoberarzt Klinik für Herzchirurgie in Karlsruhe
  • 1996 - kardiologischer Oberarzt am Herzzentrum Leipzig
  • Erprobung vieler, auch experimenteller, Verfahren mitgewirkt: z. B. Stent-Implantation, Rotablation, Laserablation, Cutting-Balloon-Technik, Bifurkations-Stenting, Hauptstamminterventionen, intravaskulärer Ultraschall, transseptale Punktion, Bestimmung der intrakoronaren Flussreserve, intrakoronare Stammzellaplikation, TASH, Perikardpunktion
  • 2006 - Gastprofessur für Vortrag zur „Corotis-PTA" an der Universität Lhanzou, China
  • 2008 - Chefarztvertreter Kardiologie und Leiter Herzkatheterlabor Krankenhaus Köthen
  • 2009 - Chefarzt Klinik für Innere Medizin I, Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin
    Leiter Herzkatheterlabor am ELBLANDKLINIKUM Riesa

Leistungsspektrum

  • Komplette perkutane Koronardiagnostik und -therapie inklusive Hauptstamm-Stenting, Chronisch totaler Occlusion auch in retrograder Technik, Intacoronare Lyse, Thrombaspiration, intrakoronare Stammzell-Therapie, Art. Radialis Zugang, Arterielle Verschluss-Systeme
  • Komplikations-Handling mit Covered-Stents bei Koronarruptur, Fangschlingen zur Fremdkörperentfernung, Perikardpunktion, IABP (Intraaortale Gegenpulsation), perkutane Cardiac-Assist-Devices, Cooling, temporäre SM-Stimulation
  • Vitien-Diagnostik mit Rechts-Linksherzkatheter- und Belastungsuntersuchungen, Transseptale Punktion, Klappensprengung
  • TASH (Septumablation bei hypertropher Kardiomyopathie)
  • Myokardbiopsien bei Kardiomyopathien
  • Interventionelle Angiologie inklusive Carotis-Stenting
  • Komplette Intensivmedizin mit Versorgung aller vital bedrohlichen Zustände inklusive des kardiogenen Schocks

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