Geschichte des Standortes Meißen
1854 - 75 Gemeinden bildeten im Meißner Gerichtsamtsbezirk einen Armenverein. Dieser organisierte Wegebauten und Erdarbeiten und errichtete zur Beschäftigung älterer Menschen und Kinder Spinnschulen.1862 - Der Verein erwarb ein kleines Grundstück mit einem einstöckigen Gebäude in Meißen - Cölln „... zur Aufnahme arbeitsscheuer Personen (Korrektionäre)".
1863 - In unmittelbarer Nähe wurde das „Arbeits- u. Versorgehaus" erbaut, welches am 18. November eingeweiht wurde. Aus der dort befindlichen Krankenstube für akut erkrankte Insassen des Versorgehauses entwickelte sich das Krankenhaus am Standort Hospitalstraße.
1878 - Nach Umbau des Häuschens zum Krankenhaus, hatte der Arzt Dr. Körner, der die Leitung des Krankenhauses übernahm, durch Ordnung, Sauberkeit und guter Verpflegung die Zahl der Hilfesuchenden ständig ansteigen lassen.
1880 - Es machte sich ein Krankenhausneubau erforderlich, der am 20. Juli seiner Bestimmung übergeben wurde.
1886 - Eine weitere Verbesserung wurde durch die Verbindung mit dem Meißner Gasrohrnetz geschaffen. Damit waren die Petroleumlampen aus den Krankenzimmern verschwunden.
1898 - Sei es durch Einwirkung der freundlichen Räume, der hingebungsvollen Krankenpflege und das Bestreben, die Kranken nach den neuesten Grundsätzen und Anschauungen der Wissenschaft zu behandeln oder durch die seit 1884 eingeführte Krankenversicherung - die Patientenzahl stieg stetig von 200 Kranken im Jahr 1880 auf 758 im Jahr 1898, so dass die zur Verfügung stehenden Betten nicht mehr ausreichten.
1899 - Am 07. Juni wurde ein Erweiterungsbau bezogen, der nach damals modernsten Grundsätzen errichtet worden war. Eine große Verbesserung war der Einbau einer Zentralheizung und die Ausstattung mit fließendem Wasser in den Zimmern. Eine für damalige Zeiten große Errungenschaft war die Wasserspülung in den Klosetts. Den Ärzten stand erstmalig ein Röntgenapparat, der an das Elektrizitätswerk der Firma Teichert angeschlossen war, zur Verfügung. Besonderer Wert wurde auf ein modernes Operationszimmer und auf ein Isolierhaus gelegt.
1914 - Auf dem Gelände des 1913 abgebrochenen alten Versorgehauses in der Fabrikstraße entstand als Ostflügel ein Anbau, der am 19. September eingeweiht wurde. Sofort nach Ausbruch des ersten Weltkrieges diente der neue Flügel als Lazarett bis zum März 1919.
1930 - Von diesem Jahr an förderte eine Krankenpflegeschule die Aus- und Weiterbildung der Schwestern, die aus dem Diakonissenhaus Aue stammten. Für die Unterkunft wurde durch den Ausbau des Dachgeschosses im alten Haus des Landkrankenhauses (Hospitalstraße) gesorgt.
1945 - Der Zusammenbruch des „Deutschen Reiches" bedeutete auch für das Gesundheitswesen einen schweren Beginn. In mühevoller Arbeit und unter Überwindung der unzähligen Materialschwierigkeiten gelang es, das Stadt- und Landkrankenhaus instand zu setzen, ebenso einen Teil des Inventars zurückzuführen und einen geregelten Krankenhausbetrieb zu gewährleisten.
1946 - Das Landkrankenhaus (Hospitalstraße) konnte erst am 15. Februar wieder belegt werden, da es zunächst noch von der sowjetischen Besatzungsmacht in Anspruch genommen wurde. Dabei waren umfangreiche Reparaturen auszuführen, denn dieses Haus hatte seit 1939 als Lazarett gedient. Eine Überholung aller technischen Anlagen war nötig.
1950 - Im Gebäude des Stadtkrankenhauses (Zscheilaer Straße) wurde eine Kinderklinik mit 116 Betten gegründet.
1951 - Den Namen „Kreiskrankenhaus" erhielt die Einrichtung durch die Unterstellung des bisher selbständigen „Krankenhaus- und Anstaltenverbandes" zum „Rat des Kreises" am 01. Januar.
1989 - Die Wende der Politik brachte auch für die Mitarbeiter und Patienten des Krankenhauses eine Wende.
Januar 1989 - Eine grundfondswirtschaftliche Untersuchung ergab, dass die jetzt als Krankenhaus genutzten Gebäude nicht mehr zu rekonstruieren sind. Die sinnvollste Lösung ist der Bau eines Krankenhauses an einem neuen Standort.
1991 - Es wurden zwei neue Operationssäle als Container für die Chirurgie und ein Sterilisationsraum in der Hospitalstraße angebaut und eingeweiht.
23.05.1991 - Vom Kreistag wurde beschlossen, dass aufgrund der Nichtrekonstruktionsfähigkeit am alten Standort ein Ersatz für das vorhandene Kreiskrankenhaus Meißen zu errichten ist.
1992 - Dem Kreiskrankenhaus Meißen wurde eine moderne Röntgenabteilung mit Computertomographie, Sonographie, Mammographie- und Angiographiearbeitsplatz am Standort Hospitalstraße übergeben. Ein Farb-Echocardiograph, ein Langzeit-EKG und das Einpflanzen von Herzschrittmachern verbesserte die Diagnostik und Behandlung von Herzpatienten.
Aufbauend auf der alten Tradition von 1930 bis 1971 hat das Kreiskrankenhaus Meißen wieder eine Krankenpflegeschule. Im September wurde an unserem Krankenhaus die erste neue Berufsfachschule für Krankenpflege - nach der politischen Wende - im Freistaat Sachsen eröffnet.
17.06.1992 - Der sächsische Gesundheitsminister, Herr Dr. Geisler, teilt mit, dass in Abstimmung mit dem Krankenhausplanungsausschuss die Maßnahme „Neubau des Kreiskrankenhauses Meißen" in das Jahreskrankenhausprogramm 1992 aufgenommen wurde.
1993 - Moderne Operationssäle in der Gynäkologie/Geburtshilfe (Zscheilaer Straße) können ab diesem Jahr genutzt werden. Zwei voll klimatisierte OP-Säle, Vorbereitungsräume und eine moderne Sterilisationsanlage wurden hauptsächlich mit Geldern des Landkreises finanziert. In der Kinderklinik (Zscheilaer Straße) wurden durch großzügige Unterstützung der Regierung des Freistaates Sachsen 4 Betten für Kinder mit Apallischem Syndrom, das ist eine Hirnschädigung nach Unfällen und Tumoren, eingerichtet.
10.12.1993 - Erster Spatenstich für den Bau des neuen Krankenhauses.
20.01.1994 - Beginn der regelmäßigen „Jour-Fixe-Besprechungen" mit den Architekten, den Fachplanern und den künftigen Nutzern.
16.03.1994 - Fördergespräch im Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Familie
14.04.1994 - Der Kreistag des Landkreises Meißen bestätigt in einer Sondersitzung einstimmig das Fördergespräch beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Familie. Das Ergebnis ist eine Gesamtbettenzahl von 420 Planbetten mit einer Festbetragsförderung von 163,93 Mio. DM.
26.08.1994 - Übergabe des Förderbescheides durch Staatsminister Dr. Geisler an die Landrätin im alten Krankenhaus in Meißen.
21.10.1994 - Grundsteinlegung für das neue Krankenhaus
September 1995 - Beginn der Ausbauarbeiten am neuen Krankenhausstandort
09.11.1995 - Richtfest Krankenhaus - Neubau
Mai 1998 - Übergabe des neuen Krankenhauses an den Nutzer
Juli 1998 - Inbetriebnahme des neuen Krankenhauses am Nassauweg
Das 1998 neu errichtete Krankenhaus in Meißen ist bisher der größte Krankenhausneubau Sachsens mit einer Grundfläche von ca. 181.000 m². Der Neubau löste alle bisherigen Standorte in Meißen ab. Es erfolgte die Anbindung des Krankenhausgeländes an den öffentlichen Verkehr mit einer Haltestelle direkt vor dem gläsernen Eingangsbereich des Krankenhauses. Dieser Krankenhausneubau hat die medizinische Versorgung der Menschen in der Region auf eine Stufe gehoben, die höchsten Ansprüchen gerecht wird.
April 2002 - Ernennung des ehem. Meißner Kreiskrankenhauses zum „Akademischen Lehrkrankenhaus an der Technischen Universität Dresden" und dadurch Ausbildung von Medizinstudenten, sog. PJ'ler.
Juli 2002 - Vorbereitung der geplanten Fusionierung der Kreiskrankenhäuser Meißen und Radebeul
01.08.2002 - Vollzug der Fusionierung der beiden Kliniken zu den Elblandkliniken Meißen-Radebeul GmbH & Co. KG
Dezember 2005 - die Elblandkliniken Meißen-Radebeul wurden in das Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser (DNGfK), ein Netz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgenommen.
Juli 2006 - MIC-Zentrum am Standort Meißen: Grundsteinlegung für ein Interdisziplinäres Operatives Zentrum (IOZ) zur Durchführung von minimal-invasiven Operationen mit höchster Präzision im neuen Hochleistungs-OP und weltweite Kommunikation mit anderen MIC-Zentren durch installierte High-tech
November 2006 - Eröffnung der Elbland- Rehabilitations- und Präventionsklinik Meißen in den Räumlichkeiten der Elblandkliniken. Damit wird eine wohnortnahe Rehabilitation durch nahtlosen Übergang von der Klinik in die Rehabilitation ermöglicht
Januar 2007 - Inbetriebnahme der Wirtschaftsgesellschaft Elblandkliniken mbH
April 2007 - Zertifizierung beider Standorte der Elblandkliniken Meißen-Radebeul nach KTQ 5.0 (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen)

