So gelingt das Stillen

 

Wichtig sind Ruhe und Zeit. Hektik überträgt sich auf das Baby und steckt an. Eine gemütliche Position ist genauso wichtig wie ein Glas Wasser oder Tee in der Nähe.

 

  • Zuhilfenahme von Stillkissen, Kissen, Decken, Fußbank
  • Der Mund Ihres Babys muss sich auf gleicher Höhe mit der Brustwarze befinden.
  • Das Kind liegt ganz nah bei Ihnen (Kind ist Ihnen zugewandt).
  • Ohr, Schulter und Hüfte Ihres Kindes bilden eine Linie.
  • Immer ihr Kind zur Brust bringen und nicht umgekehrt.
  • Der Kopf Ihres Säuglings liegt je nach Stillposition:
    • auf Ihrem Unterarm
    • in Ihrer Armbeuge
    • wird von Ihrer Hand unterstützt (gestützt).
    • Kopf soll nicht abgewinkelt od. seitwärts verdreht sein.

 

Stillvorgang

  • Ihre freie Hand stützt die Brust von unten, der Daumen liegt obenauf, der Warzenhof bleibt frei (C-Griff).
  • Die Lippen Ihres Babys werden mit Ihrer Brustwarze berührt, bis der Mund weit geöffnet ist, die Zunge sollte sich über der Unterkieferleiste befinden. Dann ziehen Sie Ihr Baby rasch an die Brust heran, damit es die Brustwarze und einen großen Teil des Warzenhofes mit erfassen kann. Die Brustwarze liegt zwischen Zunge und Gaumen.
  • Die Nasenspitze Ihres Babys berührt Ihre Brust. Falls Sie Bedenken haben, dass es schlecht Luft bekommt, ziehen Sie den Po Ihres Babys näher an sich heran oder heben die Brust mit der Hand etwas an. Durch Drücken auf das Brustgewebe verändert sich die Stellung der Brustwarze im Mund des Kindes, was zu Irritationen führen kann.
  • Ihr Baby beginnt mit kurzen, häufigen Saugbewegun¬gen. Unter- und Oberlippe Ihres Babys müssen nach außen gestülpt sein. Kinn und Ohr bewegen sich beim Saugen.
  • Nach ca. 1 - 2 Minuten macht Ihr Baby längere Saugbewegungen und Schluckgeräusche sind hörbar. Eventuell fühlen Sie ein Ziehen oder Kribbeln in Ihrer Brust (Milchspenderreflex).
  • Schmatz- oder Schnalzgeräusche lassen darauf schließen, dass der Mund nicht fest um die Brust schließt. Pustebäckchen oder Wangeneinziehungen bedeuten eine falsche Saugtechnik Ihres Babys.
  • Legen Sie nach Möglichkeit eine Hand des Babys an Ihre Brust. Durch den Hautkontakt vermehrt sich die Hormonausschüttung.
  • Um die Milchbildung ausreichend anzuregen, sollte die Stillmahlzeit solange dauern, wie Ihr Kind will. 20 min sollte eine Stillmahlzeit dauern, um die optimale Milchzusammensetzung zu erreichen.
  • Das Baby sollte an beiden Brüsten angelegt werden, wenn es dazu bereit ist.

 

Bedeutung für das Kind

  • alle Sinne des Babys werden angeregt: Hören, Riechen, Schmecken, Sehen, Fühlen
  • optimale Befriedigung psychischer und physischer Bedürfnisse
  • optimale Nährstoffzusammensetzung
  • leichte Verdaulichkeit
  • vermindertes Allergierisiko
  • Schutz vor Infektionen
  • wichtig für die Gehirnentwicklung (durch essentielle Fettsäuren)
  • geringes Risiko des plötzlichen Kindstodes
  • gestillte Säuglinge neigen als Erwachsene seltener zu Übergewicht oder Diabetes

Stillinformationen

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